JO von „Killerpilze“: „Wir brauchen wieder mehr Liebe und Verstand“

BERLIN (FIRSTNEWS) – Die momentane politische Lage gibt den „Killerpilze“ zu denken. Im Interview mit „mucbook.de“ sagte Jo: „Natürlich sind wir traurig und wütend, dass man das Gefühl bekommen kann, diese Gesellschaft spaltet sich immer weiter auf und wird von rechten Parolen, einer AfD und marschierenden Pegida-Anhängern unterwandert. Gleichzeitig empfinden wir es aber auch als Chance für den Rest der Zivilgesellschaft, nun endlich klar Haltung und Stellung zu beziehen. Es ist sogar ein Muss. Für uns Künstler, aber auch auf der Straße. Wir können uns in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren nicht von unseren Kindern vorwerfen lassen, dass wir sehenden Auges in ein Unglück gesteuert sind, ohne etwas zu tun. Klar muss aber auch sein, dass das nicht von heute auf morgen passiert. Da können jetzt sicher einige Jahre ins Land ziehen, in denen man immer wieder laut sein muss.“ Weiter fügte er hinzu: „Wir brauchen wieder mehr Liebe und Verstand.“

Fabi sieht das ganze etwas positiver. Er sagte: „Wir sind halt die Generation, die jetzt erstmals so etwas wie ‚politische Aufgaben‘ verspürt und sich jetzt der eigenen Handlungstragweite bewusst werden muss. Bisher war doch alles wunderbar, wir hatten keinen Krieg, unsere Omas und Opas haben ein bisschen von ‚damals‘ erzählt, selbst die Mauer war schon gefallen, als viele von uns auf die Welt kamen. Aber die letzten Jahre zeigen, dass wir jetzt an der Reihe sind, Verantwortung zu übernehmen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.“

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