Who´s to blame

Heidi Marie Vestrheim – Black forest

Zwei Jahre lang hat HEIDI MARIE VESTRHEIM gebraucht, um die zehn Songs für ihr mittlerweile viertes Studio Album fertig zu stellen und aufzunehmen. Sie sagt von sich selbst, dass sie keiner dieser Songwriter ist, denen Musik und Text von jetzt auf gleich zu- und einfallen. Sie braucht die Inspiration und verarbeitet die Impressionen, die ihr das Leben beschert. Sie braucht Musik und sie hört sehr viel Musik. So findet sie die Thematiken, die es ihr wert sind besungen zu werden und Melodien, die danach schreien von ihr und ihrem kongenialen musikalischen Partner Roy Ole Forland umgesetzt zu werden.
Seit mittlerweile zehn Jahren wird Heidi Marie Vestrheim nicht nur live, sondern eben auch beim Songwriting und in Sachen Produktion von Roy Ole Forland begleitet. Eine Zusammenarbeit, die für Heidi Marie gerade bei diesem Album enorm wichtig war und ist. Beeinflusst durch den Tod ihres Vaters hatte sich bei Heidi Marie eine musikalische Leere eingestellt und sie fühlte sich lange nicht in der Lage überhaupt noch Songs zu schreiben. Die Arbeit mit Roy Ole an einem neuen Album beendete jedoch diese Phase und half ihr, den Tod ihres Vaters zu verarbeiten:

“My head was filled with worries and doubt. Two years after my father died I hit the ground quite hard. I was not sure what to do with my life, what is the meaning with life? What about family, career, music, freelancing vs. stability, growing up, letting go of the past? Where and how should one invest the time and energy to get a good life?”

Aus der dieser Stimmung heraus ist auch der zunächst etwas düster anmutende Titel des neuen Albums entstanden: „Black forest“. Heidi Marie beschreibt die Inspiration, die zu diesem Album führten wie das Gefühl in einem dunklen Wald zu stehen und nicht zu wissen wie man wieder rauskommt – kein Licht, kein Pfad, keine helfende Hand, kein Weg hinaus und je länger man nach einem Ausweg sucht, desto tiefer gerät man in den Wald hinein, unfähig überhaupt noch irgendetwas Schönes wahrzunehmen. Um einen, DEN Ausweg aus dieser Situation zu finden gilt es die Augen zu öffnen, runter zu kommen, sich selbst zu erden, die Wahrnehmung der schönen und kleinen Dinge des Lebens wieder zuzulassen und so den „Black forest“ nicht als eine Sackgasse, sondern als eine Chance zu sehen. Auch der dunkle Wald lebt, es gibt auch dort Lichtungen und es gibt viele Wege, die hinaus führen!

“Like Ronja Røverdatter (Ronja Räubertochter), one of Astrid Lindgrens amazing characters, I also like to run into the forest every spring and roar and shout just to welcome life back after a long cold winter.”

Musikalisch ist das neue Album als noch vielfältiger und abwechslungsreicher als der Vorgänger „I want to go“ (2012) zu bezeichnen. In Schubladen gesprochen bewegt sich der Sound irgendwo zwischen klassischen Singer/Songwriter Elementen („Who´s to blame“, „Tallest tree“, „Taking of all my clothes“), Pop und Rock Einflüssen („Dark spring“, „Head“), betont-treibenden Schlagzeug beats („Almost gone“, „Galaxy van“, „Easy to love“) und unnachahmlichen vokalen und akustischen Spielereien, die uns Soul und Gospel Momente rund um Heidi Marie Vestrheim´s sensationelle Stimme bescheren („Words“, „Atmosphere“).

Ihr letztes Album „I want to go“, welches in Norwegen bereits im März 2012 veröffentlicht wurde, bescherte Heidi Marie Vestrheim im Oktober 2012 ihre erste Veröffentlichung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mittlerweile sind auch die beiden Vorgänger Alben „Signs and fiction“ und „Beautiful houses“ digital weltweit erhältlich.
Mit „I want to go“ sorgte sie in der deutschen Medienlandschaft auch gleich für einiges Aufsehen. So hat das ARD „Nachtmagazin“ sie in einem Beitrag im Juni 2013 als „Geheimtipp aus Norwegen“ bezeichnet und auch Ina Müller kam nach Genuss des Album und speziell der Single „Blind“ nicht mehr drum herum Heidi Marie in ihre Show „Inas Nacht“ einzuladen! Dort gab Heidi Marie am 30.11.2013 eben diese Single gemeinsam mit Ina Müller zum Besten und versetzte so auch die ebenfalls eingeladenen Scorpions in Staunen! Mittlerweile wurde diese Folge fünfmal im NDR, bei 3Sat und EinsPlus wiederholt.
Desweiteren begeisterte Heidi Marie Vestrheim 2013 und 2014 auch auf ihren diversen kleineren Touren durch Deutschland und stellte dabei ihre charmanten Live-Qualitäten unter Beweis. Neben einem Auftritt beim L-Beach Festival 2013 am Weissenhäuser Strand, war auch die „Musik zu Gast – Salonfestival“ Tour 2014 durch fünf Städte nicht nur ein absolutes highlight, sondern bis auf einen Gig auch komplett ausverkauft.
Nach einjähriger Baby-Pause ist Heidi Marie Vestrheim jetzt mit ihrem neuen Album „Black forest“ zurück und bereit sich ihrem Publikum mit neuem Tatendrang und neuen Songs zu stellen!

Wer sich die unglaublich ansteckende und leicht melancholische Fröhlichkeit von HEIDI MARIE VESTRHEIM nicht entgehen lassen möchte, möge sich unbedingt eine der Performances auf ihrer kommenden Deutschland Tour im Frühjahr 2016 anschauen!

BIOGRAFIE

HEIDI MARIE VESTRHEIM wurde 1977 im malerischen Öystese geboren, einer Stadt am Hardangerfjord, eingerahmt von Gletschern und Bergen und an der Westküste Norwegens gelegen.

Mit 17 Jahren begann sie ihre eigenen Songs zu schreiben und im Jahre 2000 veröffentlichte sie bereits ihr erstes Album mit der Elektronik und Funk Band ATAKAMA über EMI Norway. Zu dieser Zeit war Heidi Marie, wie all ihre Freunde auch, noch stark beeinflusst von der Chart Musik, z.B. von Madonna, aber auch von Künstlern wie Dolly Parton:
„They are both among my favorites still. I´m particulary fascinated by the things Dolly Parton has achieved as an artist, and also as a business woman. She came from nothing and did it all herself”.

Später dann waren es vor allem die Songs von Tori Amos oder der Indigo Girls die Heidi begeisterten:
„Discovering these acts was a really good experience. I didn´t know music could sound like this. The subject matter, the storytelling – I just had to keep listening.”

Die Quellen ihrer musikalischen Inspiration sind sehr vielfältig, aber sie alle haben eine Gemeinsamkeit – ihre Ehrlichkeit:
„It has become the way I write music myself. I can´t pretend to be anything I´m not. I write about things I´ve experienced, it´s all genuine.”

Nachdem Heidi Marie nach Bergen gegangen war und sich die Band ATAKAMA im Jahre 2002 auflöste, steuerte sie einen Beitrag zu der norwegischen Anthologie “Barfot” zu, in der junge homosexuelle ihre Erfahrungen mitteilten und austauschten. Außerdem gründete sie ihr eigenes Platten Label Bluebox Records und veröffentlichte darauf 2003 ihre erste Solo EP „Pigs“.

Im Jahr 2004 veröffentlichte sie ihr Debüt Album „Signs and fiction“, welches sowohl von den Medien als auch vom Publikum hochgelobt wurde. Die an die Veröffentlichung anknüpfende 70 Daten Tour führte sie u.a. auch nach London und Reykjavik und gipfelte 2005 in einer Deutschland Tour mit der befreundeten norwegischen Band EPHEMERA und einem Radio Konzert für RBB Radio Eins in
Berlin. Eine ihrer schönsten Live-Erfahrungen war aber natürlich auch ein Auftritt mit dem Bergen Symphonic Orchestra im gleichen Jahr.

Ein glücklicher Zufall brachte HEIDI MARIE VESTRHEIM an das Theater The National Venue in Bergen, wo sie gefragt wurde, ob sie eine der Hauptrollen in einer Drama Inszenierung der Songs von Jan Eggum, einem in Norwegen sehr bekanntem Singer/Songwriter, spielen wolle. Natürlich willigte sie ein und spielte über 70 Vorstellungen zwischen Oktober 2005 und Mai 2006.
„It was a really good experience. When you´re a solo artist, it feels good to be part of a cast, taking direction. I´m so used to doing everything myself now!”

Ab Mitte 2006 begann sie mit der Produktion ihres zweiten Albums “Beautiful houses”, welches im November 2006 in Norwegen veröffentlicht wurde und das sie wiederum mit ausgedehnten Touraktivitäten bewarb.

Nachdem Heidi ihr Album „Sings and fiction“ im August 2007 in China veröffentlichte und daraufhin eine achttägige Tour mit insgesamt zehn Konzerten spielte wurde es endgültig Zeit, dass auch Deutschland dieser Allround Künstlerin ein Label Zuhause und eine Plattform bietet!

Ein erster Schritt war die Teilnahme an der „Girl Song Slam Tour“ 2007, die vom Label Lamm Records und den Booking Agenturen Die Farm und Antistars ins Leben gerufen und organisiert wurde. Heidi Marie wurde vom Publikum dieser Tour zur besten Singer/Songwritering gewählt und nahm das „Goldene Lamm“ mit nach Norwegen.

Nach der Veröffentlichung von „Beautiful houses“ und diversen Touren 2007 und 2008 begann Heidi Marie 2009 für den norwegischen TV Sender NRK zu arbeiten. Sie moderierte dort über zwei Jahre eine Kindersendung und war zu Gast in diversen TV Shows. Mittlerweile arbeitet sie auch beim norwegischen Radiosender NRK, hatte dort 2014 ein Jahr lang ihre eigene Sendung und ist mittlerweile wieder im Gespräch als Moderatorin für ein neues TV Format, welches 2016 in Norwegen starten soll….

www.heidimarie.no

Unsere Empfehlung bei Amazon
Weitere Informationen:
Artist: Heidi Marie Vestrheim
Album: Black forest
VÖ: 18.03.2016
Format: CD
Genre: Singer / Songwriter, Pop, Independen
EAN: 4015698003314
Label: brillJant sounds